Was mache ich mit dem Einrad?

Zielsprint
Ich bin Einradrennfahrer und nehme bei meinen Wettkämpfen überwiegend an Sprintrennen teil. Die Rennen finden auf einer 400-m-Tartanbahn statt und sind vergleichbar mit Leichtathletikwettkämpfen.
 
Gestartet wird stehend, wobei sich die Fahrer an einer Haltestange festhalten können. Bei 100 m und 400 m führt ein Verlassen der eigenen Bahn oder ein Abstieg zur Disqualifikation. Hingegen darf beim 800 m bei einem Sturz wieder aufgestiegen werden.

Bei den Sprintrennen sind der Reifendurchmesser und die Kurbellänge begrenzt, so dass alle die gleichen Bedingungen haben. Der Durchmesser ist auf 24,333 Zoll (61,8 cm) und die Kurbellänge auf 125 mm limitiert.
 
Es gibt Rennen über 100 m, 400 m, 800 m und eine 4x100-m-Staffel. Zudem nehme ich noch am Einbeinrennen (Fahren mit einem Bein, das andere steht auf der Gabel), Radlauf (beide Beine auf dem Reifen) und am Hindernisparcours teil.
 
Eine meiner Paradedisziplinen ist der Marathon über 10 km und das Langsam-Fahren, diese Geschicklichkeitsdisziplin gibt es vorwärts und auch rückwärts. Dabei muss der Sportler so langsam wie möglich mit dem Einrad auf einem Brett fahren, ohne dabei mehr als 45 Grad einzulenken, stehen zu bleiben oder rückwärts zu fahren. Das Rad muss zudem immer vorwärts in Bewegung sein, ein Stillstand sowie ein Verstoß gegen eine der oben genannten Regeln führt zu einer sofortigen Disqualifikation. Jeder Fahrer hat zwei Versuche, wobei der bessere der beiden gewertet wird. Das Brett ist 10 m lang, beim Langsam-vorwärts-Fahren ist es 15 cm breit, beim Langsam-rückwärts-Fahren 30 cm.

Zudem bin ich früher beim Hoch- und Weitsprung an den Start gegangen. Einige Rennen bestritt ich auch auf dem Muni (Mountain Unicycle = Geländeeinrad) beim Downhill. Vor einigen Jahren spielte ich für eine Saison in einer Schweizer Mannschaft Einradhockey.

Als einziger Fahrer starte ich bei den Rennen mit einem komplett selbst entwickelten und gebauten Race-Einrad. Dieses Rad konstruierte und entwickelte ich im Rahmen einer Seminararbeit und nahm damit sogar erfolgreich an einem Erfinderwettbewerb teil. Das Rad hat erheblich verbesserte Fahreigenschaften, ist 25 % leichter als gewöhnliche Räder und extrem kurvenstabil, was bei keinem anderen Einrad zu finden ist. Leider gibt es auf dem Markt keine käuflichen Einräder, welche für Rennzwecke optimiert wurden.