24.07.: Eröffnungsfeier

Um 8.45 Uhr trafen sich die WM-Teilnehmer im Yoyogi National Stadion (2nd Gymnasium), einer für die Olympiade gebauten, riesigen Halle. Ein Einmarsch hätte zu lange gedauert. Alle Nationen reihten sich alphabetisch nebeneinander auf. Blau war die dominierende Farbe (Trikot der Japaner). Die ca. 200 ausländischen Teilnehmer, sahen fast wie Randfiguren aus! Die Ansprachen der „Offiziellen und der Sponsoren“ dauerten fast eine Stunde, danach war die WM eröffnet.
 
Durch die große Teilnehmerzahl musste sofort mit den Wettkämpfen, den Gruppenküren begonnen werden. Nach einigen Darbietungen wollten wir die Zeit für andere wichtigen Dinge nutzen.
 
Wir waren danach Stunden damit beschäftigt zu erkunden, wo und wie wir mit unserem Laptop ins Internet kommen konnten. Endlich bekam Christian ein Zettel mit einem Code, der es uns ermöglichte, aus unserem Zimmer kostenlos zu surfen und eine Adresse eines Internet-Cafes im Bahnhof Shinjuku. Christian wollte sofort aufs Zimmer, wollte es gleich versuchen, Silvia und Andreas waren langsam allergisch auf das Wort Internet und bestanden darauf, noch etwas von der Stadt zu sehen. Wir konnten es uns noch nicht recht vorstellen, dass es mit dem Internet klappen sollte.
 
Also, schnell die 700m bis zum Bahnhof Sangubashi, dann 2 Stationen mit der Bahn und schon waren wir wieder im größten Bahnhof Tokios. Wieder das bereits gewohnte Gewimmel aber wir waren es ja schon gewohnt. Christian fragte immer wieder nach diesem bestimmten Internet-Cafe, wir konnten es einfach nicht finden, jeder schickte uns in eine andere Richtung.
 
Da es inzwischen bereits dunkel wurde, wie gesagt, in Japan ist es um 19 Uhr stockfinster, wollten wir die Zeit noch nutzen, in einem der höchsten Wolkenkratzer, dem Shinjuku Centre Building, mit dem Lift in den 53. Stock zu fahren, um Tokio by Night zu bewundern. Wir genossen den grandiosen Ausblick, das Lichtermeer, der große dunkle Fleck war der Yoyogi Park, wo wir wohnten. Die 53 Stockwerke schaffte der Lift übrigens in genau 40 Sekunden!

Als wir wieder den richtigen Ausgang suchten, standen wir genau vor dem zuvor gesuchten Internet-Cafe!!! Christian nutzte die Gelegenheit, Bilder und Berichte zu verschicken. Silvia und Andreas gingen japanisch Essen.