23.07.: Erkunden der Sportstätten, Registrierung, WM-Party
Frühmorgens Auszug aus der Jugendherberge. Da wir die Zimmer im nebenliegenden Gebäude, das wir während der WM bewohnten, erst ab 15 Uhr beziehen konnten, mussten wir unser Gepäck so lange an der Rezeption deponieren.Vormittags erkundeten wir die WM-Sportstätten, anschließend den Yoyogi-Park, den viertgrößten Park in Tokio. Das Olympic Center liegt sehr ruhig am östlichen Parkrand, einer grünen Oase, mitten in der 12 Millionenstadt. Hier war die Luft auch viel besser als im Häusermeer der Stadt.
Wir besuchten den im Park gelegenen schönen MEIJI-Schrein, mit den größten Holztoren Japans. Auf dem Rückweg in Richtung Olympic Center, war auf einer großen Wiese eine Bühne aufgebaut. Es wurden in prächtigen Kostümen traditionelle Tänze und Gesänge dargeboten. Wir setzten uns in den Schatten unter einem mächtigen Baum und bestaunten die Künstler und waren froh, dass wir uns etwas ausruhen konnten.
Ja, das Klima hier machte uns ganz schön zu schaffen. Jeden Tag Temperaturen zwischen 35- 40 Grad, mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Die Gebäude und die Züge waren alle klimatisiert. Kaum war man draußen, war man klatschnass geschwitzt. Das zehrte ganz schön an den Kräften, nach wenigen Metern zu Fuß wollte man am liebsten absitzen. Und hier sollten die Sportler Höchstleistung bringen? Unvorstellbar.
Um 15 Uhr war es endlich soweit, Registrierung und Schlüsselübergabe für unsere Zimmer. Endlich lernen wir die überaus freundliche und hilfsbereite Mayumi kennen, die wir wochenlang mit Fragen per E-Mail bombardiert hatten. Wir brauchten nur unsere Vornamen nennen, schon erkannte sie uns und schloss uns freudig in die Arme.
Wir mussten noch ca. 1 Stunde auf die Schlüssel warten. Die Zeit wurde aber nicht lang, trafen doch nach und nach immer mehr WM-Teilnehmer an, viele davon kannten wir bereits. Freudige Begrüßung reih um.
Von der Unterkunft waren wir angenehm überrascht. Die Einzelzimmer in der Jugendherberge waren sehr klein. Das Doppelzimmer war sehr geräumig, wir hatten genug Platz, auch für unsere Koffer und die Einräder.
Durch einen Fehler bei der Zimmerverteilung hatte Andreas das große Los gezogen. Er bekam ein Einzelzimmer mit Dusche und WC, ein richtiges Funktionärszimmer!
Um 18 Uhr begann die WM-Party. Ein grandioses Büffet mit vielen japanischen Köstlichkeiten war aufgebaut, Getränke standen bereit. Ein tolles Bühnenprogramm mit viel Folklore und Musik wurde geboten. Es herrschte eine fröhliche, heitere Stimmung, inzwischen waren die restlichen WM-Teilnehmer eingetroffen, überall freudiges Wiedersehen.
Nach Ende der Party versuchen wir an verschiedenen Telefonapparaten in den vielen Gebäuden mit der gekauften Karte zuhause anzurufen. Leider vergeblich, es war ziemlich nervig, wir kamen einfach nicht durch, immer nur japanische Stimmen. Auch die Verbindung ins Internet wollte nicht klappen. Um kurz vor Mitternacht rannte Christian immer noch mit seinem Laptop in der Anlage herum und probierte aus. Leider vergeblich!



















