22.07.: erster Ausflug nach KYOTO

Christian und Andreas waren zunächst entsetzt, Silvia machte frühmorgens den Vorschlag, mit dem Zug nach NIKKO zu fahren. Sie überzeugte die beiden, dass wir die ersten Tage für Ausflüge nützen müssen, danach bliebe dafür keine Zeit mehr.
 
Zum Glück hatte sich Silvia den Winter über genauestens über Japan informiert und gelesen, für jeden Ausflug, für jede Sehenswürdigkeit hatte sie Unterlagen dabei. Wir brauchten nur noch in den Zug steigen. Wir waren ja schon richtige Profis im Bahnfahren.
 
Nach etwa 1 Stunde Fahrt, wurde die Landschaft grün, Reisfelder, kleine Dörfer und eine schöne Berglandschaf waren eine Wohltat für unsere Augen. Nach 2 Stunden erreichten wir Nikko und fuhren gleich mit dem Bus die Serpentinenstraße mit insgesamt 48 Haarnadelkurven zum ca. 1200m hochgelegenen Chuzenji See. Grandios der Besuch des Kegon-Wasserfalles.
 
Die Bergregion des Nikko-Nationalparkes mit seinen ausgedehnten Kiefernwälder, Schluchten und Wasserfällen, Seen, Tempeln und Schreinanlagen gehört zu den schönsten Landschaften Japans. Es war zwar auch heiß, zum Glück aber nicht schwül.
 
Wieder zurück mit dem Bus, Besichtigung des Toshogo-Schreins, von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die mit mächtigen Zedern geschmückte Allee führte uns zum größten Tor des Schreins. Dahinter mehrere prächtig verzierte Tempel und Schreine, eine steile Treppe führte zum wohl berühmtesten Gebäudes Nikkos, dem „Traumtor“. Es ist so reich an Figuren und Verzierungen, dass man Stunden damit verbringen könnte, alles zu betrachten.
 
Wir waren überwältigt von der Schönheit, Harmonie und Ausstrahlung. Müde aber total zufrieden traten wir abends die Heimfahrt an.