21.07.: Ankunft in Japan
Um 17.10 Uhr, nach 9 ½ Stunden Flugzeit, Landung in OSAKA auf dem Kansai-Airport.Erleichterung, unsere Koffer hatten die Reise alle heil überstanden.
Schon standen wir wieder unter Zeitdruck, wir mussten so schnell wie möglich mit dem Zug nach Tokio fahren, die Rezeption der gebuchten Jugendherberge schloss um 22 Uhr.
Doch zuerst mussten die Gutscheine für die Japan Railway-Pässe umgetauscht werden und einige YEN-Scheine in Münzen gewechselt werden. Bald schon saßen wir im Flughafen-Express Richtung Osaka-Hauptbahnhof.
Erste Eindrücke von Japan, die Häuser reihten sich wie Schuhschachteln aneinander, hier in Japan, besonders in den großen Städten ist alles auf engstem Raum.
Sehr beeindruckt hat uns die Höflichkeit des Schaffners. Wenn er ins Abteil trat, verbeugte er sich tief, erzählte vermutlich, dass er die Fahrkarten kontrollieren möchte, verbeugte sich nochmals und kontrollierte dann bei jedem Fahrgast die Fahrkarten. Nachdem er am Ende des Abteiles die Türe geöffnet hatte, drehte er sich wieder um und verbeugte sich nochmals und (vermutlich) bedankte er sich. Das gleiche erlebten wir mit der Japanerin, die mit dem Imbiss/Getränkewagen durch die Abteile ging. Die Japaner sind wirklich ein sehr höfliches Volk!
Es dämmerte schon bald, in Japan begann die Dämmerung ab ca.18.30 Uhr, kurz nach 19 Uhr war es dunkel. Leichter Regen, es war sehr, sehr warm und schwül. Um 19.20 Uhr saßen wir total erschöpft im legendären SHINKANSEN Super-Express-Zug, der die 550km nach Tokio in 2 ½ Stunden zurücklegen sollte. Zuvor mussten wir unser Gepäck über endlos lange Treppen schleppen. Der Koffer von Christian wog 35kg, der von Silvia und von Andreas jeweils über 20kg und dazu die unerträgliche Schwüle.
Da abzusehen war, dass wir um 22 Uhr nicht an der Jugendherberge sind, mussten Andreas und Christian vom Zug aus telefonisch Bescheid geben. Das war gar nicht so einfach. Die Japaner, vor allem die Frauen sprachen extrem leise, sie flüstern kaum hörbar. Die beiden mussten immer wieder nachfragen, bis sie endlich ihr Anliegen vorbringen konnten. Mayumi, eine Japanerin, die schon seit Monaten unsere Ansprechpartnerin per E-Mail war, wollte sich darum kümmern. Wir sollten uns nach Ankunft in Tokio nochmals telefonisch melden.
In Tokio-Hauptbahnhof angekommen, erneutes umsteigen. Ziel war Shinjuku, der größte Bahnhof in Tokio. Erstaunlich schnell fanden wir uns in den Bahnhöfen zurecht, fanden immer den richtigen Zug, wir waren richtig stolz auf uns.
Unglaublich, diese Menschenmengen in den Bahnhöfen, inzwischen war es schon nach 22Uhr, abertausende eilten durch die Gänge.
Andreas und Christian quälten sich wieder mit dem Telefon ab, Mayumi meinte nur, sie hätte jemanden geschickt, mit eine Order, wie es weitergehen würde. Die beiden gaben ihren Standort an und konnten sich absolut nicht vorstellen, dass in diesem Gewühle uns jemand finden könnte. Kaum hatten sie den Hörer aufgelegt wurden sie von einer Japanerin angesprochen. Die Freude und Erleichterung war groß. Alles war geregelt. Sie brachte uns noch in den richtigen Zug. Wir blieben vorsichtshalber am Eingang mit unserem Gepäck stehen, damit wir nach einigen Stationen wieder aussteigen könnten. Doch wir haben das Gedränge unterschätzt, immer mehr Menschen quetschten sich noch ins Abteil, jeder Zentimeter wurde ausgenützt. Uns überfiel die Panik, wie sollten wir hier je wieder rauskommen.
Silvia wurde von ihrem „Nachbar“ angesprochen, wo wir denn aussteigen möchten und wo wir wohnten. Er bot sofort an, mit uns auszusteigen und uns ein Taxi zu organisieren. Diese unverhoffte Freundlichkeit, nahmen wir natürlich erleichtert an. Der Mann verhandelte mit dem Taxifahrer, erklärte wo wir hinmöchten, handelte den Preis aus. Jetzt galt es nur noch das Gepäck und uns drei im normal großen Auto unterzubringen. Als auch das geschafft war, große Erleichterung, jetzt konnte nichts mehr schief gehen! Leider war das Tor zum Olympic Center (das ehemalige Olympische Dorf) um diese Zeit schon geschlossen, das Taxi lud uns vor dem Eingang aus. Wieder Kofferschleppen über mehrere Treppen, endlich standen wir vor der Jugendherberge. Silvia bewachte die Koffer, Christian und Andreas kümmerten sich um die Schlüssel, die sie in einem bestimmten Zimmer abholen sollten.
Endlich, nach 27 Stunden, schlossen wir unsere Zimmertüren auf. Der freundliche Nachtportier schloss uns noch die Duschen auf. Total erschöpft sanken wir um Mitternacht in unsere Betten.












