05.08.: Geburtstag, Wüstensafari
Christian`s 18. Geburtstag. Andreas hatte das Geschenk der Kunstradfahrer und Trainer 2 ½ Wochen in seinem großen Rucksack durch die halbe Welt geschleppt. Ein Gutschein für eine Fahrstunde und die dazugehörenden Lehrbücher. Christian hatte sich natürlich sehr darüber gefreut, denn wegen der WM-Vorbereitung war bisher keine Zeit den Führerschein zu machen, das hat er sich für den Winter vorgenommen.Anschließend genossen wir wieder das Bad im Meer und Pool und natürlich das ausgezeichnete Frühstück. Eigentlich wollten wir Christian mit einer Führung im weltberühmten, einzigsten 7-Sterne Hotel, dem Burj al Arab überraschen. Da das Hotel aber mit gaffenden Touristen überrannt wurde, hatte man keine Chance, ohne Buchung in das Hotel zu gelangen. Für umgerechnet ca. 40 Euro kann man zwar das Hotel besuchen, uns fehlte aber leider die Zeit, die wollten wir besser nutzen. Es reizte uns aber trotzdem, wir entschieden, mit dem Taxi hinzufahren, und es auf eigene Faust zu versuchen. Der Taxifahrer erklärte gleich, keine Chance, wollte uns aber an die Rückseite des Hotels und an die Seeseite fahren, damit wir das Hotel von außen sehen und fotografieren könnten.
Das Burj al Arab ist das mit 321m höchste Hotel der Welt, höher als der Eifelturm! Dieses weltweit architektonisch einzigartige, in Form eines Segels gestaltete einzigste 7-Sterne-Luxushotel bietet seinen Gästen eine einmalige Kobination aus arabischer Gastfreundschaft und modernster Technik. Die „kleinste“ Suite hat 170qm. Jede Suite ist doppelstöckig und hat natürlich einen eigenen Buttler. Es gibt aber auch Suiten bis zu 780qm!
Wir genossen also nur den Anblick von außen, waren aber hier schon total beeindruckt.
Der Taxifahrer fuhr mit uns noch zum Informationszentrum des im Bau befindliche „The World“ und The Palm“, das heute schon als das „Achte Weltwunder“ bezeichnet wird. Vor der Küste, im Meer wird eine Anlage in Form einer Palme und der Weltkarte gebaut. Unbeschreiblicher Luxus bestimmt die Anlagen, für uns einfach nicht vorstellbar. Wir konnten die Anlagen in maßstabgetreuen Modellen besichtigen. Ein anschließend gezeigtes Video führte uns in ein Welt des absoluten Luxus.
Hier in Dubai wird überall gebaut. Ein Projekt übertrumpft mit seiner Einzigartigkeit das Andere. Neben unserem Hotel entsteht z.B. das erste Unterwasserhotel der Welt. Wir fuhren an der gigantischen Baustelle der „Eishalle“ vorbei, bis in einem Jahr kann man mitten in der Wüste Snowboarden und Skifahren.
Dieses Land muss unbeschreiblich reich sein, nirgends auf der Welt gibt es in einer Stadt so viele gigantische Baustellen und so viele prunkvolle Hochhäuser. Wie uns der Taxifahrer erzählte, gäbe es in den Vereinigten Arabischen Emiraten keine Kriminalität, anscheinend sind hier alle zufrieden! Wir fuhren vorbei an eingezäunten Palästen. Die Mauer eines Palastes, sie gehört dem Bruder des Scheichs, ist ca. 3km lang. Im Palast wohnen 7 Personen, es arbeiten für sie aber über 100 Angestellte!
Kaum im Hotel zurück, mussten wir uns umziehen für die um 16.30 Uhr beginnende „Sonnenuntergangs-Safari“ in die Wüste. Pünktlich starteten wir mit 3 Engländer in einem großen Geländewagen. Unser Fahrer, ein junger, hitziger Araber, hatte einen riskanten, rasanten Fahrstil. Nach ca. 1 Stunde, erreichten wir die Dünen. Nach und nach trafen immer mehr Geländewagen ein, wir sollen insgesamt ca. 200 Personen sein. Jeder Fahrer lies an seinem Wagen einen grossteil der Luft in den Reifen ab.
Und schon begann das Abenteuer. Es war wie Achterbahnfahren. Die Dünen rauf und runter. Als unser Fahrer merkte, dass wir keine „Angsthasen“ waren, und unseren Spaß hatten, war er nicht mehr zu halten. Er suchte immer die waghalsigste Variante, die Dünen zu überqueren. Er wartete, bis der vorausfahrende Wagen, hinter den Dünen verschwand, nahm Anlauf und ab ging die Post. Steil die Düne hinauf, senkrecht wieder hinunter. Das Auto, mit Sand überdeckt, raste senkrecht den Abhang hinunter. Es war einfach toll!
Der Fahrer rief immer wieder: „Are you ok?“, wir alle:“ yes“ und weiter ging der Ritt durch die Dünen. Wir beobachteten andere Fahrzeuge, die zu langsam fuhren und dabei öfters stecken blieben. Sie hatten meistens ältere Leute dabei.
Der erste Halt war in einen Kamellager, wir konnten die Kamele streicheln und Fotos machen. Die Kamelhalter fummelten nicht gerade dezent mit Geldscheinen in der Faust vor unseren Augen herum, ein Hinweis auf ein Trinkgeld. Wir konnten den Sonnenuntergang in den Dünen bewundern, der unglaublich schnell vor sich ging. Innerhalb weniger Minuten war die Sonne hinter den Dünen verschwunden, die Dämmerung verläuft hier (wie auch in Japan) sehr schnell. Kurz vor dem dunkel werden erreichten wir ein traditionelles arabisches Lager, mitten in der Wüste. Noch ein kurzer Ritt auf den bereit stehenden Kamelen. Unheimlich, wenn sich das Kamel wieder hinsetzt, es geht auf den Kamelsitzen, steil nach unten. Wir haben den Ritt aber alle heil überstanden.
Das Lager beschwörte Bilder aus „Tausendundeiner Nacht“ herauf. Entspannt saßen wir auf ungewohnten aber bequemen Sitzkissen an niedrigen Tischen, natürlich auf reich bestickten Orientteppichen. Über uns der Sternenhimmel. Es gab ein arabisches Barbecue mit gegrilltem Fleisch, frischen Salaten und verschiedenen arabischen Spezialitäten. Nach dem köstlichen Mal, mit Rotwein, Bier oder alkoholfreien Getränken, genossen wir den Auftritt einer Bautänzerin, die sich zu den schwermütigen Klängen arabischer Musik kunstvoll bewegte. Da wir direkt an der „Bühne“ saßen, wurden auch Christian und Andreas von ihr aufgefordert mitzutanzen. Wir Zuschauer hatten alle unseren Spaß!
Dieser Abend war einfach unvergesslich! Leider mahnten die Fahrer bald zum Aufbruch, wir hatten noch einen weiten Weg zurück zum Hotel. Während Silvia die Koffer packte, nahmen Christian und Andreas noch ein letztes „Mondschein-Bad“ im Meer und im Pool.























