04.08.: Dubai, Stadtbesichtigung, Souks, Shopping
Nach knapp 11 Flugstunden Ankunft kurz nach 4 Uhr morgens in Dubai, wo wir ein Stopover für 2 Nächte gebucht hatten. Groß die Überraschung, als wir von einer „Luxuslimousine“ einem schwarzen, nagelneuen Cadillac mit unglaublich bequemen Ledersitzen abgeholt wurden. Der vornehme Fahrer schaute natürlich dumm, als er uns mit dem vielen Gepäck sah, er winkte sofort ab. Wir, erprobt mit den viel kleineren Taxis in Tokio, erklärten ihm, wie das Gepäck Platz hat und luden einfach ein. Wir fuhren nicht, wir schwebten über die Straße, ein tolles Fahrgefühl. Das fing ja gut an.Nach einer guten halben Stunde erreichten wir das Oasis Beach Hotel, ein wunderschönes
4-Sterne Hotel, mit weißem Strand und toller Garten/Poolanlage.
Zum Glück konnten wir gleich das Zimmer beziehen. Eigentlich wäre der Check-in frühestens um 12 Uhr gewesen. Um 7 Uhr zog es uns zum Meer. Das Wasser war sehr, sehr warm, vergleichbar mit dem wärmsten Becken im Thermalbad in Zurzach. Schwimmen war einfach zu anstrengend (bei ca. 35 Grad Wassertemperatur), also ließen wir uns in den leichten Wellen einfach treiben. Danach mussten wir uns im auf 26 Grad heruntergekühlten Pool erst einmal „abkühlen“. Die Lufttemperaturen waren inzwischen so hoch, um die 40 Grad, bei 76% Luftfeuchtigkeit, es war einfach zu heiß für uns. Für uns unvorstellbar, die meisten Hotelbewohnen strömten inzwischen zum Strand und zum Pool und legten sich ungeschützt auf die Liegestühle, oft den ganzen Tag. Es waren viele Familien mit Kindern im Hotel.
Nach dem Duschen machten wir uns auf zum Frühstück. Unglaublich diese Auswahl, wir nahmen genüsslich von jedem etwas und waren danach reif für eine „Siesta“. Schnell noch beim Reiseleiter vorbei um zu erkunden, wie wir die 2 Tage optimal ausnutzen könnten.
Nach ausgiebigem Mittagsschlaf fuhren wir um 15 Uhr mit dem kostenlosen Shuttle-Bus zu einem riesigen, klimatisierten Einkaufszentrum, vergleichbar mit Spreitenbach, nur viel größer. Aber eigentlich war das nicht das was wir suchten. Kurz bevor die Souks, also die Straßenmärkte um 17 Uhr öffneten, nahmen wir ein Taxi zum berühmten „Goldmarkt“. Geschäft an Geschäft reihte sich in den unzähligen Gassen. Unvorstellbar die Auswahl an Schmuck, die in den Auslagen und Geschäften gezeigt wurde. Es funkelte und glitzerte. Nur entsprach das Angebot nicht unserem Geschmack. Die Araber lieben hochkarätiges Gold, überladene mit Brillanten und bunten Edelsteinen verzierte Sachen. Gut für unseren Geldbeutel!
In einem der Souvenirläden, fand Andreas seine „Wasserpfeife“. Leider war das Traumstück nicht gerade billig aber wunderschön und von bester Qualität. Christian als „Techniker“ begutachtete und verglich die Qualität der angebotenen Pfeifen. Natürlich wurde auch hier um den Preis gehandelt. Wir waren keine bequemen Kunden, wir feilschten um jeden Dirham.
Interessant, vor allem für Silvia, war der angrenzende Gewürzmarkt, der eine interessante Vielfalt an Gewürzen aus dem Orient und dem Mittleren Osten präsentierte. In den verschiedenen Geschäften war sie nicht mehr zu halten. Sie kaufte Pfeffer, Zimt, Curry usw. Eine Tasche voll für ein paar Euro (natürlich wieder alles heruntergehandelt). Es roch wunderbar hier. In Dubai sollte man sich unbedingt mit Weihrauch, das sehr gut für die Gesundheit sein soll, eindecken, natürlich mit dem dazugehörenden Brenner.
Wir suchten nach dem wertvollen, hellen Weihrauch. Eine ganze Kiste kostete ungefähr 2,50€.
Wir waren inzwischen am Creek angekommen. Dieser Meeresarm war einst Dubais pulsierender Haupthandelsweg und das Tor zur Außenwelt. Alte Schiffe luden zu einer Schiff-Fahrt ein, leider hatten wir keine Zeit dazu, genossen aber den Anblick der malerischen Altstadt, mit den Märkten, Moscheen und Gebetstürmen, im Hintergrund die modernen Hochhäuser. Diesen Anblick gibt es nur in Dubai! Mit dem Taxi fuhren wir weiter zum „Kleidermarkt“. Auch hier reihten sich unzählige kleine Geschäfte aneinander. Sehr lästig, vor jedem Laden wurde man „angequatscht“: Rolex, Breitling, Gucci, copy watches usw..“. Jeder leierte das gleiche Sprüchlein herunter. Bald hatten wir genug davon und waren müde und hungrig. In einem arabischen Restaurant studierten wir die Speisekarte. Christian, wieder sehr vorsichtig, entschied sich, wie langweilig, für einen Chicken-Burger. Silvia und Andreas bestellten einen arabischen Grillteller, der sehr lecker schmeckte.
Kurz vor 22 Uhr Rückfahrt mit dem Taxi zum Hotel. Wir erlebten einen interessanten Tag, gegensätzlicher zu Japan hätte es nicht sein können.
















