03.08.: Tempelbesichtigungen

Nach dem Frühstück im Bahnhof, im Hotel war es uns zu teuer, kauften wir eine Tageskarte für den Bus, der zwischen allen Tempel verkehrte, für umgerechnet ca. 3,50 €, wirklich günstig. Wir beschränkten uns auf die 3 schönsten und wichtigsten Tempelanlagen, in Kyoto gibt es davon ca. 1500!!!
 
Kyoto gilt als Inbegriff japanischer Kultur. Eigentlich eine hektische, mit bunter, gesichtsloser Architektur gebaute Stadt. Doch dazwischen, immer wieder Tempelanlagen. Durch reich verzierte große Tore gelangt man auf weiträumiges Gelände, aus den weißen Kiesflächen erheben sich mächtige Tempelbauten, eine fremde, geheimnisvolle Welt mit unglaublicher beruhigender Wirkung auf die Besucher.
 
Zunächst fuhren wir zu dem im östlichen Stadtteil, den an einem Berghang gelegenen schönsten Tempel der Stadt, den  KIYOMIZU TEMPEL. Der schmale steile Weg führte direkt durch die riesige Friedhofsanlage, interessant für uns, einmal einen japanischen Friedhof zu besuchen. Die Gebäude der Tempelanlage standen meist auf Holzpfählen, die an ihrer höchsten Stelle 50m aufragen. Die Anlage umfasste mehrere beeindruckende Hallen und Schreine. Es bot sich ein wundervoller Blick auf die 2 km entfernte Stadt.
 
Weiter mit dem Bus ins westliche Stadtteil, zum berühmten und einzigartigen GOLDENEN PAVILLON. Unglaublich beeindruckend, stand der mit Blattgold verzierte Pavillon glänzend in einem See, wo er sich im Wasser spiegelte. Man steht davor, ist überwältigt und sprachlos.  Wunderschön die kleinen Inseln im See und der umliegende japanische Landschaftsgarten. Nachdem ein verwirrten Zen-Novize 1950 den Pavillon in Brand steckte, wurde das Gebäude 1955 originalgetreu wieder aufgebaut.
 
Nach kurzer Busfahrt erreichten wir den wohl berühmtesten und im besten Sinne eigenartigsten Zen-Garten Japans, den Steingarten des Ryoanji-Tempels. Der 1473 geschaffene Trockengarten, der von einer bescheidenen, ziegelgedeckten Lehmmauer umgeben ist, ist das extremste Beispiel für einen Garten aus Sand und Stein. Auf einer in regelmäßigen Längsrillen geharkten weißen Kiesfläche, die weder Baum noch Strauch enthält, sind 15 größere und kleinere Steine und Felsen in Gruppen zu sieben, fünf und drei verteilt. Um diese Gruppen herum ist der Kies in Wellenringen kreisförmig geharkt, so dass ein Bild von Inseln im Meer entsteht. Dem westlichen Besucher erschließt sich deren Harmonie erst allmählich.
 
Eigentlich wollten wir noch den Silbernen Tempel besuchen, die Zeit reichte einfach nicht und eigentlich waren wir auch total geschafft von den unglaublichen Eindrücken und natürlich der üblichen schwülen Hitze, unser „Akku“ war einfach wieder mal leer.
 
Wir nahmen im Untergeschoss des Bahnhofes unser letztes „japanische Essen“ ein. Kurz vor 19 Uhr holten wir unser im Hotel deponiertes Gepäck und fuhren mit dem Flughafen-Express in 90 Minuten zum Flughafen OSAKA. Da wir noch kein „Medaillen-Bild“ hatten, Koffer nochmals auf, Sponsoren T-Shirt raus, Medaille umgehängt, Bild gemacht.
 
Danach wieder die übliche Zeremonie beim Check-in, zuviel Gepäck! Jedes Mal der gleiche Ablauf aber immer schaffen wir es, ohne Aufzahlung, zum Glück.
 
Danach wieder Suche nach einem Internet-Cafe. Obwohl wir bis zur letzten Minute versuchten, die restlichen Bilder und die Berichte zu verschicken, es war zum wahnsinnig werden. Zum Glück schaffte Christian es, wenigstens die beiden „Medaillen-Bilder“, wenn auch ohne Kommentar, zu verschicken.
 
Dann im Eilschritt zum Gate, Abflug nach Dubai war um 23.20 Uhr