Heckmair-Route von Oberstdorf nach Riva
Die Heckmair-Route ist eine Mountainbike-Strecke von Oberstdorf (Allgäu) nach Riva (Gardasee). Die Transalp-Route wurde 1990 vom Oberstdorfer Bergführers Andreas Heckmair erkundet. In gerader Linie führt sie, Autostraßen vermeidend, auf alten Saumpfaden quer über die Alpen. Heckmair gilt seither als Pionier der Mountainbike-Alpenüberquerung.
Diese Route überwindet auf einer Strecke von 389 km eine Höhendifferenz von 11080 m. Die Heckmair-Route führt uns über die Allgäuer Alpen, das Lechquellengebirge, die Rätischen- und Engadiner Alpen, über das Adamellogebirge und entlang des Ortlermassivs bis nach Riva am Gardasee. Wer sich vor einigen Trage- und Schiebepassagen nicht scheut, sich im hochalpinen Gelände zu bewegen weiß und sein Bike auf technischen Trails unter Kontrolle hat, für den ist die legendäre Tour geeignet und er wird die Highlights der Tour voll genießen können.
Übersichtskarte:

Die Highlights der Tour: Schrofenpass, Schlappiner Joch, (Trail vom) Scalettapass, Alpenpanorama am Chauchaunapass, Passo di Campo, Alpisellapass, Adamello-Gebirge, Tremalzopass.
Die Route eignet sich für sehr gute Fahrtechniker mit alpiner Erahrung, die auch vierstündige Schiebepassagen in Kauf nehmen.
Heckmair-Route – Keine Route für Einsteiger
„Die Idee, mit dem Rad durch die Alpen zu radeln, war nicht neu. Aber ich wollte sie auf alten Saumpfaden überqueren und zwar so direkt wie möglich“, so Heckmair. Der Pionier muss selber schmunzeln, wenn er an seine erste Reise denkt. Denn es handelt sich dabei eher um ein hochalpines Abenteuer mit Bike. Während andere Transalp-Routen mit nur einer Trage- oder Schiebepassage (Alpenhauptkamm) auskommen, sollte man sich für diese Tour besser das Rahmendreieck polstern und bequeme Bike-Schuhe mit Profilsohle zulegen. „Aber diese einmalige Landschaft ist die Strapazen wert“ – verspricht der Transalp-Pionier.
Schon die erste Etappe ist nichts für schwache Nerven: Nur wenige Einroll-Kilometer hinter Oberstdorf wartet die etwa einstündige Kletterei über den mit Drahtseilen und Eisenbrücken gesicherten Schrofenpass.
Auf den nächsten Tag können Sie sich freuen, wenn Sie ein exzellenter Abfahrer sind, denn der Trail nach Dalaas hinunter fordert alle Register. Und wer die ersten 600 Höhenmeter schieben muss, der kann sich damit trösten, dass er das Panorama länger genießen kann.
Am Schlappiner Joch wartet die nächste Tragepassage, doch dafür erntet man oben einen großartigen Ausblick in die Schweizer Berge und auf den folgenden Serpentinen-Trail. Diese aussichtsreiche Abfahrt wird am nächsten Tag noch getoppt und zwar vom Scalettapass.
Die Highlights von Etappe 4: der Chaschaunapass – auf seine Tragepassage folgt eine Schotterabfahrt mit sensationellem Panorama ins Ortlermassiv. Der Passo Alpisella, hier rollt man über 30 Kilometer auf einer fast flachen Höhen-Schotterstraße durch atemberaubende Landschaften.
So wie am Passo di Campo im Adamello-Gebirge, nur, dass man hier nicht rollt, sondern vier Stunden rauf- wie runter das Fahrrad schiebt. Wer mit Carbon und High-End Material unterwegs ist, hat hier klare Vorteile gegenüber einem Vorkriegs Stahl-Fully. Doch dann das große Finale am sechtsten Tag: die herrliche Militärstraßen-Abfahrt vom Tremalzo-Pass zum Gardasee hinunter!
„Der Weg ist das Ziel“ – auf der Heckmair-Route kann man das noch hautnah erleben.
Warum tun die das? Wer es einmal getan hat, tut es immer wieder.
Zehn Gründe:
1. Abenteuer: Jeder Weg ist Neuland, unterwegs kann alles passieren
2. Großartige Landschaft: hautnah erleben
3. Einfach die Natur genießen – abseits der Zivilisation
4. Herausforderung: Körper, Geist und Schweinehund überlisten
5. Alltag ausblenden: klappt beim ersten Anstieg – versprochen!
6. Grundbedürfnisse spüren: Hunger, Durst und Müdigkeit
7. Stolz: Von einer geschafften Transalp zehrt man ein Leben lang
8. Ballast abwerfen: Was du wirklich brauchst, passt in einen kleinen Rucksack
9. Freunde treffen: Hüttenabende sind immer gesellig
10. Unbezahlbar: Hochgefühle, die man für Geld nicht kaufen kann






