Einradfahren lernen

Einradfahren gehört zu einer der besten Beschäftigungen, die es überhaupt gibt. Aus der einfachen Tatsache, dass ein Einrad nun mal nur EIN RAD hat. Auch gilt natürlich: „EINRAD ist besser als KEINRAD“.

Im Vergleich mit dem Stützrad (von vielen auch Fahrrad genannt) ist ein Einrad nämlich wesentlich kleiner, handlicher, leichter, bequemer, robuster, praktischer, lustiger, tauglicher, cooler und um einiges billiger.

Einradfahren kann jeder, unabhängig vom Alter, lernen. Je früher man aber damit beginnt, desto leichter fällt es natürlich. Im Alter gibt es keine Ausrede, warum man das Einradfahren nicht lernen sollte oder kann!

Was braucht man dazu:
  • ein Einrad (üblich 20 Zoll)
  • eine bequeme Hose (am besten eine Radhose mit Sitzeinsatz, keine Jeans)
  • festes Schuhwerk
  • etwas Zeit
vorteilhaft sind:
  • Knieschoner, Helm und Handschuhe (schützen bei Stürzen)
  • 2 Leute die Hilfestellung geben oder sonstige Hilfsgegenstände wie z.B. 2 große Kästen oder große Mülltonnenbehälter
Luftdruck des Einrads:
Der Reifen sollte möglichst voll gepumpt sein, so dass sich das Einrad leichter fährt. (Maximalen Reifendruck beachten)

Sattelhöhe:
Wenn der Fahrer auf dem Rad sitzt, sollte der Fußballen das Pedal an der tiefsten Stelle erreichen, ohne dass das Bein voll durchstreckt ist. Als grober Richtwert für die korrekte Sattelhöhe gilt: Seitlich neben das Einrad stellen, sich nach vorne zu beugen und den Sattel unter den Arm klemmen. Die Fingerspitzen des ausgestreckten Armes sollten nun ein paar cm über das Tretlager hinaus reichen. Wenn der Sattel sich nicht tief genug einstellen lässt, muss man die Sattelstütze evtl. kürzen (absägen).

Fußstellung:
Bei der nun richtig eingestellten Sattelhöhe wird das Bein beim Fahren nie ganz durchgestreckt. Deshalb sollte der Fuß mit dem Ballen so auf das Pedal gestellt werden, dass der Fußballen genau über der Pedalachse liegt. Dies scheint Anfangs etwas schwierig zu sein, erleichtert aber die Kontrolle über das Rad und ermöglicht später auch beim ausführen von Tricks eine bessere Kontrolle über das Rad.

Der Anfang/Aufstieg:
Am besten ist es, wenn man eine längere Wand (Garagenwand, Hauswand, Mauer) oder ein festes Geländer zur Verfügung hat. Für den Anfang gut geeignet sind (falls vorhanden) auch 2 Kästen oder 2 Personen, die links und rechts zur Hilfestellung postiert werden. So kann der Fahrer sich anfangs problemlos abstützen und gefahrlos aufsteigen.

Zum Aufsteigen stellt der Fahrer sich nun hinter das Einrad. Die Pedale so ausrichten, dass ein Pedal – welches ist egal – an seiner tiefsten Stelle steht. Nun den Sattel unter den Hintern klemmen, als würde man sich draufsetzen. Jetzt stellt der Fahrer einen Fuß auf das unten stehende Pedal. Mit den Händen hält man sich an der Wand, an einem Kasten oder an den Schultern einer Person fest. Um nun auf das Einrad zu kommen, macht man einen Schritt nach vorne, als ob man eine Treppe hinauf steigen würde und setzt dann den zweiten Fuß auf das andere Pedal. Dadurch richtet sich das Einrad auf, und der Fahrer wird auf dem Sattel etwas nach oben gezogen.

Nach mehrfachem Üben kann man eine Hand von der Hilfestellung lösen. Wichtig ist, dass beim Fahren immer beide Arme seitlich ausgestreckt sind, um das Gleichgewicht und die Körperspannung besser zu halten.

Wenn es schon gut klappt, am besten kurze Strecken alleine fahren. Zum Beispiel von Straßenlaterne zu Straßenlaterne oder von einer Mauer zur anderen fahren.

Der Abstieg:
Um Stürze zu vermeiden sollte man frühzeitig abspringen oder absteigen. Dabei wenn möglich den Sattel mit einer Hand festhalten. Man kann entweder nach vorne oder nach hinten absteigen bzw. abspringen.