Geschichte und Erfindung des Einrades
Genau kann man leider nicht erklären wo und wann der Mensch das Einrad erfunden hat, doch es gibt Vermutungen und Theorien, die mit großer Wahrscheinlichkeit zutreffen könnten:
Es wird vermutet, dass das erste Rad vor ca. 6000 Jahren aufkam. Es entwickelte sich über einen langen Zeitraum bei verschiedenen Völkern unabhängig voneinander.
Die ersten Räder die in der Geschichte der Menschheit wurden zwischen 3500 und 3000 v. Chr. in Mesopotamien gebaut. Die Töpferscheibe wurde vermutlich vor den Fahrzeugen auf Rädern erfunden. Diese Beförderungsmittel ersetzen bald darauf den Schlitten. Das einfachste Rad war eine feste hölzerne Scheibe, die mit hölzernen Stiften an der Asche befestigt wurde. Manchmal wurden Teile aus der Scheibe herausgeschnitten zur Verringerung des Gewichts. So wurden die ersten Speichenräder etwa 2000 v. Chr. gebaut.
Das erste Zweirad (bekannt unter dem Namen Draisine) wurde um das Jahr 1817 von Karl Drais in Mannheim entwickelt. Bei diesem Gefährt musste der Fahrer sich mit den Füßen vom Boden abstoßen um vorwärts zu kommen.
1861 wurde dann das erste Zweirad mit Tretkurbeln von dem Pariser Pierre Michaux entworfen. Ein ähnlicher Entwurf wurde 1866 in den USA patentiert von Pierre Lallement. Bei seinem Rad waren die Pedalkurbeln fix an der Vorderachse montiert, so dass eine Drehung der Pedale, dem zurückgelegten Umfang des Vorderrades entsprach. Konstruktionsbedingt also gleich wie beim Einrad. Um mit diesem Antrieb schneller vorwärts zukommen musste das Vorderrad vergrößert und gleichzeitig das Hinterrad verkleinert werden. Im Jahr 1870 wurde so das Hochrad erfunden.
Da das Hinterrad des Hochrads immer kleiner wurde, hatte es bald nur noch die Funktion eines Stützrads. Schließlich erkannten die Hochradfahrer, dass sie auch ohne das Hinterrad fahren konnten, die Geburtstunde des Einrads.
Im Jahr 1880 konstruierte der italienische Turnlehrer Alexander Giovanni Battista Scuri ein Einrad, das dem heutigen sehr ähnlich sieht, allerdings noch einen Lenker hatte.
1885 fand die erste Kunstrad-Weltmeisterschaft statt, die der auch einige Tricks ohne Stützrad gezeigt wurden. Ein Jahr später wurde dann das erste Einradrennen ausgetragen.
Zwischen1920 und 1930 war Einradfahren eine beliebte Diszilpin in Varietés und Zirkussen.
In Deutschland starb das Einradfahren später fast völlig aus und erlebte sein Comeback erst etwa 1985.
Heute ist das Einradfahren sehr beliebt in der Kleinkunstszene aber auch als Wettkampf- oder Freizeitsport.












