Das große Abendteuer – Reise und Einrad-WM in Neuseeland

Am 20. Dezember ging es auf die lange Reise zur WM nach Neuseeland, geplante Flugroute war Zürich mit Zwischenstopp in Frankfurt über Bangkok nach Auckland. Doch leider war seit einigen Stunden Schneechaos in ganz Europa, die meisten Flughäfen in Deutschland waren dicht. Der Flug wurde gecancelled und mit viel Glück bekam Christian am nächsten Morgen einen anderen Flug nach Auckland. Am gleichen Abend ging jedoch noch eine Maschine nach Singapore, dort waren kurz vor boarding time gerade noch 2 Plätze frei. Nach stundenlanger Verspätung war Christian nur noch froh, endlich in der Luft zu sein und dem Schneetreiben in Europa zu entkommen. In Singapore wurden die 12 Stunden Aufenthalt für eine kleine Stadtbesichtigung genutzt. Was für in Klimaschock, bei -15 Grad in Zürich losgeflogen und nun nach 13 Stunden Flug über 30 Grad  in Singapore.

Nach einem kurzen powernapping ging es von Singapore weiter nach Sydney. Nach fast 22000 km und 38 Stunden Reisezeit kam Christian Eckert und seine Mutter Silvia endlich am Flughafen in Auckland / Neuseeland an. Doch zu früh gefreut, der Koffer von Christian tauchte am Gepäckband nicht auf und war verschwunden. Nach mehreren Stunden gaben auch die Mitarbeiter des Airports die Suche auf und keiner wusste, wo der Koffer war. Am Flughafen trafen Silvia und Christian dann auf Andreas Maier, der sie während der Zeit in Neuseeland begleiten wird. Gleich darauf wurde die ersten Kilometer im motorhome gefahren, das mobile Zuhause für die nächsten 4 Wochen.

Nach einer kurzen Nacht wurde am Flughafen nochmals wegen des nicht aufgetauchten Koffers nachgefragt. Doch leider immer noch keine Spur von Christians Koffer. Das nächste Problem war die Verzollung des Radkoffers, welcher durch eine Spedition nach Neuseeland verfrachtet wurde. Fast einen ganzen Tag dauerten die Diskussionen mit der Zollbehörde, ehe durch einen ordentlichen Zoll- und Bearbeitungsbetrag endlich alle Formalitäten abgeklärt wurden und der Koffer endlich rausgegeben wurde.

Schon seit 2 Tagen in Neuseeland und seit Reisebeginn hat Christian Eckert nur die Sachen, die in seinem Handgepäck waren. Eine Jeans und ein T-Shirt mussten bis jetzt genügen, denn auch nach mehrmaligem Nachfragen der Servicehotline war noch kein Status des Koffers zurückgemeldet.

Aufgrund der ganzen Umstände wegen des verschwundenen Koffers und des Frachtkoffers mit den Einrädern, konnte die Reise in Neuseeland nicht wie geplant begonnen werden. Es fehlten wertvolle Stunden und Tage in einem traumhaft schönen Land.

Von Auckland aus ging es die Westküste entlang nach Thames und weiter Richtung Coromandel-Town. Dort dann weiter auf die Route 309, einer Querverbindung über die Berge / Regenwald zur Ostküste. Mit dem 6,5 m und 3,5 t Wohnmobil war die Fahrt auf unbefestigten Schotterpisten mit unzähligen engen Kurven ein wagemutiges Abendteuer. Eine eindrucksvolle Landschaft und besonders die großen Farnbäume und riesigen Kauri Bäume entschädigten die mühsame Fahrerei.

Es weihnachtet sehr hier in Neuseeland, bei 25 Grad, keinem Wölkchen am Himmel und traumhaftem Wetter sieht man an vielen Ecken Weihnachtsmänner und bunte, meist kitschige Beleuchtungen. Heiligabend verbringt Christian nach einem anstrengenden und langen Tag bei Steak und Würstchen auf dem Campingplatz, schon 12 Stunden vor den Daheimgebliebenen in Deutschland. Dieses Jahr mal etwas anderes, wobei bei diesen sommerlichen Temperaturen nur wenig Weihnachtsstimmung aufkommt.

Am nächsten Morgen strahlt schon früh die Sonne in das Wohnmobil – schon morgens ist es heiß und keine Wolke ist am Himmel zu sehen – ein traumhafter Tag steht bevor. Um 8:30 Uhr klingelt das Handy von Christian, der ersehnte und schon langerwartete Anruf. Der Koffer ist da und wird an den Rotorura International Airport geflogen. Ein tolles verspätetes Weihnachtsgeschenk, denn nun steht dem Wettkampf und der Reise nichts mehr im Wege.

Erleichterung kommt auf, denn ohne Koffer wäre die Teilnahme an der WM schier unmöglich gewesen.

Newsletter2 WM2009 Neuseeland

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