25.07.2006: 4x100m Staffel, Expert im 4x100m Staffel, Obstacle, 400m, 400m Expert, Langsam vor- und rückwärts

Heute hieß es für uns leider noch früher aufstehen, denn Abfahrtszeit war schon um 6.45 Uhr, da Christian schon sehr früh den Staffellauf hatte.

 

Nachdem wir gut angekommen waren richtete Christian seine Räder und fuhr sich für das Staffelrennen ein, das er mit dem Team Alptraum fuhr. Das Team besteht aus Christian, Rocco Schulz aus Zuffenhausen/ Stuttgart, und Carsten und Marco Schmidt aus Münster, bei Darmstadt. Sie sind schon seit langem befreundet und haben sich durch einige Einradrennen kennen gelernt.

 

Endlich war es dann soweit und das Rennen begann. Carsten Schmidt hatte in seinem ersten Kurventeil einige Probleme in die Gänge zu kommen und hatte auch so manchen Schlenker drin, doch diese Zeit wurde durch Rocco auf der Geraden wieder gut gemacht. Bei dem zweiten Kurventeil der 400m-Bahn lag das Team dann ziemlich weit hinten, doch auch Christian riss auf der Geraden ziemlich viel raus und sie wurden schließlich vierter mit einer Zeit von 58.05s. Vor ihnen lag auf dem ersten Platz ein japanisches Team und danach kam ein deutsches Team und eines aus der Schweiz. Doch trotz diesem vierten Platz fuhren sie eine super Zeit und qualifizierten sich für das Expertrennen. Doch damit war nicht genug. Es gab noch eine erfreuliche Nachricht und zwar, dass sie dritter sind, weil die Japaner disqualifiziert wurden, da sie 5m vor der Übergangszone übergaben. Gleich im Anschluss kam dann das Expertrennen der Staffel. Es war wirklich sehr spannend, denn in der letzten Kurve der 400m-Bahn sah es so aus als würden sie letzter werden, doch dann holte Christian auf der letzten 100m-Geraden so viel auf und fuhr die Mannschaft damit mit einer phänomenalen Zeit von 57.77s auf den dritten Platz. Für die Mannschaft war das ein riesiger Erfolg, denn sie haben nie zusammen trainiert. Die “Alpträumer“ und wir alle waren total aus dem Häuschen und freuten uns so über den dritten Platz im Expert.

 

Danach ging Christian sehr motiviert zum Obstacle (Hindernisparcours) um dort den Obstacle zu üben, den er noch absolvieren musste. Doch es lief bei ihm nicht gut, denn die Fahrbahn war voller Gummiabrieb, weil schon so viele Fahrer gefahren waren und damit war es sehr rutschig. Beim ersten Versuch fuhr er eine Zeit von 20.65s und beim zweiten Mal eine von 20.13s, doch dieser Lauf galt leider nicht, da er ein Hütchen umgeschmissen hatte. Er ärgerte sich sehr über diese Zeit, da er auf diese Disziplin sehr hart trainiert hatte und im Training auch die Weltrekordszeit von 19.46s erreicht hatte.

 

Nach etwa einer halben Stunde kam dann auch sein heutiger Fanclub aus Dogern. Darunter befand sich Alfred Lins, Meinrad Winkler, Alois Küpfer und Andreas Maier. Nach kurzer Zeit stieß Andrea Bächle aus Görwihl zu dem Fanclub.

 

Nach einem kleinen Päuschen fuhr er sich für das 400m-Rennen warm. In diesem Lauf wurde er erster und in seiner Altersklasse wurde er zweiter. Außerdem wurde er mit seiner Bombenzeit von 60.83s fünfter im Gesamtklassement und qualifizierte sich damit auch hier für das 400m-Expertrennen. Nach kurzer Zeit fand dann auch die Siegerehrung des 400m-Rennes in seiner Altersklasse statt. Nun gab es wieder eine Medaille mehr und nicht nur in bronze, sondern sogar in silber (Fize-Weltmeister).

 

Anschließend fand dann das Expertrennen über die 400m statt. Es war ein fantastisches Rennen, denn auf den letzten 100m legte Christian, wie in den letzten Rennen, noch mal einen oben drauf und schnappe sich noch 2 Fahrer und fuhr damit auf den dritten Platz. Auf diesen letzten 100m wurde er natürlich kräftig von seinem heutigen Fanclub unterstützt. Wir konnten unseren Augen kaum glauben. Es gab ein gejuble und alle rannte vor Freunde zu ihm.

 

Jetzt war dringen eine kleine Entspannungspause angesagt, denn nicht nur das hohe Tempo sondern auch die extreme Hitze setzte den Fahrern sehr zu. Durch eine Lautsprecherdurchsage war es vorbei mit relaxen. Ein Fahrer aus dem Expertrennen durfte nochmals starten, weil er durch den Sturz eines Japaners behindert wurde. Nun mussten wir alle um den dritten Platz von Christian bangen. Mit daumendrücken verfolgten wir das Rennen gespannt. Er hatte einen Zeit von 60.60s und da wir nicht wussten was Christian für eine Zeit fuhr begaben sich Marion und Christian auf schnellstem Weg in die Zeitmesszentrale, um sie herauszufinden. Doch wir konnten dann alle wieder beruhigt aufatmen, denn Christian hatte eine Zeit von 59.68s und behielt damit seinen dritten Platz. Außerdem waren die 59.68s wieder eine neue Bestzeit von ihm, denn seine letzte Bestzeit war 1.01.66s, die er dieses Jahr am Rennen in Aarau fuhr. Nach einiger Zeit war dann die Siegerehrung des 400m-Expertrennen. Nun gab es wieder eine Bronzemedaille mehr für Christian. Hierbei wurden die Fahnen der ersten drei gehisst.

 

Im Anschluss war dann noch die Siegerehrung der 4x100m Expert-Staffel statt, bei der auch wieder die Fahnen gehisst wurden. Auch hierbei holte er sich wiederum eine Bronzemedaille.

 

Anschließend stand dann noch das langsam vorwärts- und rückwärts fahren auf dem Programm. Hierbei galt es seinen Weltmeistertitel im langsam vorwärts fahren zu verteidigen. Dies war jedoch nicht einfach bei dieser brütenden Hitze auf dem Tartanplatz. Nach mehreren Probedurchgängen war es dann soweit. Souverän überbot er auch hier seine bisherige Bestzeit von 38.62s. Die Stoppuhr der Jury zeigte hier eine sensationelle Zeit von 40.46s an.

 

Beim anschließenden rückwärts fahren erreichte er auch hier wieder eine neue Bestzeit von 28.50 (die alte Bestzeit betrug 26.12s).
Jetzt galt es noch eine knappe Stunde zu bangen bis das Endergebnis feststand.

 

Gegen 18.30 Uhr stand das Ergebnis nun fest. Christian ist erneut Weltmeister im langsam vorwärts fahren und dazu noch im langsam rückwärts fahren. Die Freunde war riesengroß.

 

Die Siegerehrung findet am Mittwoch morgen statt.

 

Mit drei neuen Medaillen im Gepäck und total geschafft fuhren wir anschließend wieder in Richtung Dogern.

 

Um den Energiespeicher für das 800m-Rennen am Mittwoch wieder aufzufüllen gab es noch eine riesen  Portion Spaghetti zum Abendessen.