4. Etappe - 20. August 2011: Donaueschingen - Murg-Niederhof

Strecke: 117,9 km
Höhenmeter:   1.790 hm
Start: Donaueschingen, Innenstadt
Ziel: Murg-Niederhof, Sportgelände
--------------------  
Fahrzeit: 5:12,59 h
Platz: 38 Einzelstarter Herren Elite

Höhenprofil:
Höhenprofil 4. Etappe (Entfernung in Meilen!)

Die heutige vorletzte Etappe von Donaueschingen bis Murg-Niederhof war mit 117,9 Kilometern und 1.790 hm das längste Teilstück der Tour, bei dem Rollerqualitäten gefragt waren. Die noch 511 übrig gebliebenen Fahrer machten gleich zwei Mal einen Abstecher in die benachbarte Schweiz. Die Strecke führte in die Kantone Schaffhausen und Argau.

Bereits am Start war es extrem heiß, bei über 30 Grad ging es mit Vollgas los. Mit um die 40 km/h bretterten die Fahrer über die staubigen Forstwege. Christian Eckert konnte sich von Start an gut positionieren und arbeitete sich auf den ersten Kilometern einige Plätze nach vorne.

Nach der Durchfahrt beim 1. Depot in Grimmelshofen fegte Eckert in einer großen Gruppe über die Feldwege. Plötzlich machte ein vorrausfahrender einen Schlenker, wich einem Schlagloch aus und die Lenker zweier Fahrer berührten sich. Der genau vor Eckert fahrende Biker verlor daraufhin die Kontrolle über sein Rad, überschlug sich und ging nach vorne über den Lenker ab. Er viel bei ca. 35 km/h auf den rechten Ellenbogen und schlitterte über den Schotter. Sein Rad flog durch die Luft und erwischte Christian Eckert am Kopf. Auch Eckert hatte keine Change zu reagieren, stürzte in das Rad seines Vordermanns und rollte sich im Graß ab. Wie durch ein Wunder hatte Eckert nur kleine Kratzer abbekommen. Der vor ihm stürzende Fahrer hatte jedoch eine große und stark blutende Wunde am Ellenbogen und seine Hüfte war aufgeschürft. Eckert verständigte den Notarzt und blieb für über 10 Minuten bei dem verletzten Fahrer. Auch das Bike von Eckert hatte den Sturz ohne großen Schaden überstanden.

Mit leichten Kopfschmerzen konnte Eckert aber das Rennen wieder aufnehmen. Der andere gestürzte Fahrer wurde ins Krankenhaus nach Stühlingen abtransportiert und konnte die Tour leider nicht beenden. Mühsam kämpfte sich Eckert bei großer Hitze wieder Gruppe für Gruppe nach vorne. Aufgrund einer kurzfristigen Streckenänderung wurde das gesamte Fahrerfeld angehalten. Die Fahrer stand im Wald, da die Strecke erst wieder gefunden werden musste. Nach dem das Rennen wieder aufgenommen wurde, war das Tempo extrem hoch, etliche Fahrer stürzten auf den welligen Waldwegen. Nach einigen Kilometern im Kanton Schaffhausen führte die Strecke anschließend nach Lauchringen und bei Reckingen über die kleine Brücke in die Schweiz.

Mit Kopfschmerzen durch den Sturz, aber motiviert durch unzählige Bekannte und Freunde an der Strecke, kämpfte sich Eckert dem Ziel entgegen. In Laufenburg führte die Strecke über die alte Rheinbrücke in die historische Altstadt und weiter durch das Andelsbachtal gelangten die Fahrer dann ins Ziel nach Murg-Niederhof.

Schweißgebadet, glücklich und mit letzten Kräften erreichte Christian Eckert nach 5:12,59 Stunden als 38. seiner Altersklasse das Ziel. Mit viel Glück und einem wachenden Schutzengel konnte er trotz des Sturzes die Etappe beenden. Einer leicht geprellte Schulter und Kopfschmerzen waren die „einzigen“ folgen des Sturzes. „Ich bin so froh, dass mir nichts Schlimmeres passiert ist. Ich hatte keine Chance, konnte nicht ausweichen und kollidierte mit meinem Vordermann. Heute war es extrem heiß und die Kopfschmerzen durch den Aufprall des Rades auf meinem Kopf waren die letzten Kilometern extrem hart“, bekräftigte der 25-jährige im Ziel. Nach einem Interview mit der lokalen Presse war schnelle Regeneration angesagt.

Morgige Etappe
5. Etappe - 21. August 2011: Murg-Niederhof - Feldberg
Strecke: 62,7 km - 2.000 hm
Start ist in Murg-Niederhof beim Sportgelände und Ziel ist auf dem Feldberg am EventCenter.

VMTS daily news 4. Etappe

VMTS daily news 4. Etappe VMTS daily news 4. Etappe (486,6 kB)

Zurück