16.07.2011 Sieg beim 10 km Einrad-Rennen „Rund um die Schlotwiese“

Rund um die Schlotwiese ging es am vergangenen Samstag beim 10 km Einradrennen in Stuttgart-Zuffenhausen. Christian Eckert aus Dogern konnte nach einem spannenden Rennen in einem packenden Sprint auf der Zielgeraden das Rennen für sich entscheiden. Mit einer Zeit von  32:39,046 Minuten konnte sich Eckert trotz eines Sturzes im letzten Drittel des Rennens mit 2 Sekunden Vorsprung gegen die Konkurrenz durchsetzten. Die Teilnehmer aus ganz Süddeutschland mussten den überwiegend geschotterten 5 km langen Rundkurs mit knackigen Steigungen und engen Kurven zwei Mal absolvieren. Die Strecke auf befestigten und unbefestigten Waldwegen durch den Stadtwald verlangte so einiges von den Startern ab.

Um 11 Uhr fiel der Startschuss zum Rennen der Herren in der 24 Zoll Standart-Klasse. Bereits nach wenigen hundert Metern bildete sich eine zweiköpfige Spitzengruppe, in der Christian Eckert vom ECKRAD.com Racing Team das Tempo angab. Mit Jens Feurer konnte sich Eckert vom Feld absetzen und den Vorsprung auf die Verfolger immer weiter ausbauen. Die beiden wechselten sich in der Führungsarbeit ab und duellierten sich in den Steigungen und engen Kurven immer wieder. Nach der ersten Runde konnten sich beide bereits deutlich vom Feld absetzten und es sah alles nach einem spannenden Zweikampf aus.

Der Dogerner war als einziger Starter mit schmaler Bereifung am Start, was vor allem auf den geraden Stücken von Vorteil war. Jedoch galt es das Einrad mit höchster Konzentration durch die Schlammlöcher, Unebenheiten und engen 90 Grad Kurven zu manövrieren. „Mit dem schmalen Rennrad musste ich in den Kurven etwas Tempo rausnehmen, um auf dem Split nicht wegzurutschen. Das hat Feuer immer wieder ausgenutzt und konnte sich dort einige Meter absetzen“, so Eckert.

Dann folge eine Schrecksekunde, bei Kilometer sieben stürzte Eckert und ging kurz vom Rad, nachdem er durch ein Schlagloch gefahren war. „Ich war sofort wieder auf dem Rad, jedoch hatte Feurer bereits gut 200 m Vorsprung herausgefahren“. Meter für Meter kämpfte sich der 24-jährige auf den letzten Kilometern wieder an den Führenden heran. Gleich auf bogen Feurer und Eckert auf die lange geteerte Zielgerade ein. Augenblicklich setzte Christian Eckert zum Sprint an, passierte Feurer und überquerte als Sieger die Ziellinie. „Ich bin überglücklich, dass ich das Rennen auf den letzten hundert Metern noch für mich entscheiden konnte“, freut sich Eckert völlig außer Atem im Ziel. „Nach dem Sturz dachte ich, das Rennen sei gelaufen, der Rückstand war einfach zu groß. Ich gab alles und mit letzter Kraft konnte ich wieder aufschließen. Dann habe mich im Windschatten bis zur Zielgeraden etwas erholen können“, erläutert Eckert das Renngeschehen.

Somit geht wieder ein erfolgreiches Wochenende für den amtierenden Weltmeister im 10-km-Marathon zu Ende. Doch nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Nun gilt es für Eckert sich Anfang der Woche noch mit vielen Höhenmetern auf das bevorstehende Bergrennen in Freiburg am Schauinsland vorzubereiten.

Schauinslandkönig am 18. Juli 2011 | Bergzeitfahren
Am kommenden Sonntag wird Christian Eckert mit dem Einrad beim „Schauinslandkönig“ an den Start gehen. Auf der genau 11,5 km langen und mit rund 800 Höhenmetern gepickten Straße auf den Freiburger Hausberg wird dort wieder der Schauinslandkönig ausgetragen. Dann gehört die legendäre Schauinsland-Rennstrecke einen ganzen Tag lang allen Ausdauersportlern. Die Veranstaltung ist mittlerweile zum größten und teilnehmerstärksten Bergzeitfahren Deutschlands avanciert. In den vergangenen Jahren nahmen jeweils rund 1000 Starter die kurvenreiche Strecke unter ihre Räder und duellierten sich im Kampf gegen den Berg, gegen die Uhr und gegen den inneren Schweinehund.
Bilder | © Christian Eckert - ECKRAD.com Racing Team - www.ECKRAD.com

Newsletter 06-2011| 17.07.2011

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