Auf den Spuren des Goldes, Pinguine, Albatrosse und Mt. Cook

10.01.2010 Besuch der alten Goldgräberstadt Arrowtown ca. 20 km nördöstlich von Queenstown. Arrowtown ist Vorzeigebeispiel einer Goldgräberstadt mit über 50 bewahrten Gebäuden aus der großen Ära im 19. Jahrhundert. Heute befinden sich darin Geschäfte (Wolle, Jade, Gold), Cafés und Restaurants. Einen Einblick in die vergangene Zeit bringt das Lake District Museum von den präkolonialen Maori-Siedlungen der Region über die Pionierzeit der ersten weißen Siedler bis zur überall gegenwärtigen Goldgräberära.

Weiter ging es 330 km bis zur Ostküste nach Dunedin. Besichtigung des Yellow Eyed Penguin Rexerve auf der Otago Peninsula am frühen Abend. Das größte private Schutzprojekt für Gelbaugenpinguine finanziert sich, indem es Teile seines Areals für Besucher öffnet, die in militärisch getarnt anmutenden Gräben und Unterständen bis auf wenige Meter an die Vögel herankommen. Interessant zu beobachten, wie die Tiere in freier Natur leben und ihre Jungen großziehen.

2 km weiter auf einer Klippe am Ende der Halbinsel ist das Revier der Albatrosse. Nirgendwo sonst auf der Welt existiert eine Kolonie dieser beeindruckenden Vögel – Flügelspannweite bis 3,5 m – so nah an einer Großstadt, überhaupt nirgendwo auf einem Festland.

Am 11.01.2010 Rundgang in der Innenstadt von Dunedin. Beeindruckend der über 100 Jahre alte Bahnhof, insbesondere die Schalterhalle. Der Boden, ein feines Porzellan-Mosaik mit Eisenbahnmotiven und die Wände dekorativ gekachelt.

Moeraki – ganz schön kugelig! Rund 50 Steinbälle, die Größten mit Durchmessern von über zwei Metern. Die Moeraki Boulders wurden von den Wellen aus der Uferböschung gespült. Die Kugeln sind nicht im Wasser rundgeschliffene Felsbrocken, sondern entstanden um organische Stoffe durch einen Prozess, den man im kleinen von Perlen kennt. Die größten Kugeln bildeten sich in bis zu 4 Millionen Jahren heraus. Spätere Prozesse ließen Risse entstehen, in denen sich der Kalkspart ablagerte, der für die markanten Muster sorgt.

Bei traumhaftem Wetter und wolkenlosem blauen Himmel am 12.01.2010 Weiterfahrt von Twizel am Westufer des Lake Pukaki die 55 km lange Sackgasse in die Alpen hinein, immer mit fantastischem Ausblick auf die Dreitausender. Der höchste Berg Neuseelands, der 3754 m hohe Mt. Cook, der seinen Maori-Namen Aoraki – deutsch etwa Himmelskratzer – als Zweitnamen trägt, hebt sich deutlich ab. Der höchste Berg Ozeaniens ist Mittelpunkt eines Nationalparks mit 19 Drei- und über 140 Zweitausendern, die Gipfel seiner nächsten Nachbarn, Mt Tasman und Mt Dampier, erreichen beinahe die 3500-Marke.

Die Wanderung entlang des Hooker Valley Track zum Moränensee des Hooker-Gletschers, immer mit Blick auf den wolkenfreien Aoraki Mt Cook, ist ein Highlight der besonderen Art.
Nach 8 km Schotterpiste mit dem motorhome am Nachmittag eine weitere Wanderung zu den Blue Lakes und zum Tasman Glacier View. Die Wanderung bietet gute Ausblicke auf die unteren Ausläufer des Tasman Getschers, der bis zu 600 m dick, 3 km lang und insgesamt 29 km lang ist. Der Gletscher ist kaum erkennbar, da er von Geröll bedeckt ist.

Weiterfahrt gegen 16 Uhr die 330 km vorbei an den beiden Seen Lake Pukaki und Lake Tekapo mit stetigem Blick auf die schneebedeckte Alpenkette. Weiter ging die Fahrt bis nach Christchurch, Ankunft am Campingplatz gegen 21 Uhr.

Am 14.01.2010 geht es von Christchurch mit Übernachtung in Sydney weiter über Singapore wieder zurück nach Zürich. Ankunft in Zürich frühmorgens am 16.01.2010.

Newsletter14 WM2009 Neuseeland

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