Abschied von der Nordinsel

Goodbye Wellington, am 05.01.2010 geht es nun auf der 3 ½ stündigen Überfahrt von Wellington mit der Fähre nach Picton (Südinsel) durch die Marlborough Sounds, ein Gebiet „ertrunkener“ Täler, das durch die geologische Absenkung eines Mittelgebirges entstanden ist.

Die Fahrt geht direkt weiter Richtung Westport. In der Buller-Schlucht wurde die längste Hängebrücke Neuseelands überquert, welche über den reißenden Bulle River führt. Nach Durchquerung der Schlucht erlebt man einen eindrucksvollen Wechsel der Pflanzenwelt und erreicht den subtropischen Tieflandregenwald der wilden Westküste.

Am Cape Foulwind in der Nähe von Westport beeindruckt die starke Brandung und Felslandschaft der Westküste. Zwischen Westport und Greymouth fährt man durch eine wildromantische Landschaft.

Berühmt sind die Kalkfelsen der „Pancake Rocks“ nahe der kleinen Ortschaft Punakaiki. Wind und Meer haben hart am Gestein gearbeitet, weichere Zwischenschichten aus Ton oder Sand angegriffen und bizarre Felsskulpturen geformt. An diesen „Pfannkuchenfelsen“ gibt es einen wunderschön in die Felsen integrierten Rundgang. Die Wucht der Tasman See kann man live erleben, die hier bei Flut durch unterirdische Tunnelsysteme zwischen den Felsen aus „Blaslöchern“ emporschießt.

Entlang der Westküste fährt man durch historische Goldschürfgebiete. Die Westküste ist auch bekannt für ihre Jade oder Greenstone-Vorkommen.

Am 06.01.2010 ging es 170 km weiter bis zum Franz Josef Gletscher im Westland Nationalpark. Dies ist das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Neuseelands und erstreckt sich über gut 1/10 der Landesfläche.

Franz Josef und der Fox Gletscher züngeln von fast 3000 Metern Höhe an der Westseite des Alpenhauptkammes bis in die Regenwaldzone des Voralpenlandes hinunter. Hier sind Niederschlagsmengen mit bis zu 15000 m pro Jahr und bis zu 50 m Neuschnee pro Jahr üblich. Eine Wanderung durch das Geröll des Gletscherflusses führte bis zum Fuße des Gletschers.

Ein fast 17-stündiger ununterbrochener Regenfall veränderte die Landschaft, Flüsse traten über die Ufer, rissen Straßen weg – aus Rinnsalen wurden reißende Flüsse. Die Zufahrt zum Fox Gletscher war auf Grund dessen wegen Überflutung gesperrt. Über Umwege führte ein Weg durch den Regenwald in die Nähe des imposanten Gletschers. Der Franz Josef und der Fox Gletscher schieben sich – einzigartig in den gemäßigten Breiten – bis auf eine Meereshöre von 300 m hinunter.

Die Reise geht weiter an der Westküste entlang vorbei an der Bruce Bay, wo Reisende unzählige Steintürmchen entlang der Straße aufgebaut haben. In Haast biegt die Straße über den Haast Pass (Klima und Wasserscheide der Südalpen) vorbei an den hohen Bergen des Aspiring Nationalparks Richtung Queenstown ab.

Newsletter12 WM2009 Neuseeland

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